Bei bestem Triathlonwetter ... so oder so ähnlich fangen alle Berichte von Triathlonwettkämpfen an. Dieser nicht…

Als Mannschaftsältestem fiel mir gestern die Aufgabe zu, einen Bericht zu unserem zweiten Platz in Rheine, aber eigentlich auch zu unserem fünften Platz in der Gesamtwertung der Landesliga Nord zu schreiben. Bei all den Erfolgen unserer W+F-Mannschaften eigentlich nichts Besonderes, aber dann auch wieder doch. Warum? Vielleicht weil es in dieser Truppe mit Martin Weissner, Matze Becker und mir in diesem Jahr einen harten Kern gab der drei oder vier Mal gestartet ist. Wir drei wurden je zweimal von Nils Strathaus und Marco Hoppe unterstützt sowie je einmal von Thomas Weers und Marcel Klug. Sieben Leute haben also ausgereicht, eine Mannschaft erfolgreich durch 4 Wettkämpfe zu führen. In Gütersloh ging es schon gut los mit einem 7. Platz. Dies konnten wir in Harsewinkel wiederholen. In Saerbeck mussten wir uns mit dem 8. Platz zufrieden geben. Auch weil alle anderen Mannschaften um uns herum mal ganz vorne und mal ganz hinten landeten, standen wir vor dem letzten Rennen in Rheine bereits auf Platz 6, um im günstigsten Fall tatsächlich noch Vierter werden zu können - womit wir stark aufstiegsgefährdet gewesen wären.

Ich weiß nicht wie Werner (Heckel, unser Mannschaftskapitän) das geschafft hat, aber obwohl bis vor kurzem nur ein Starter sicher war, konnte er für Rheine auf einmal die beste Mannschaft melden - mit mir als Ausnahme vielleicht. Mit dem guten Gefühl, alles nur richtig machen zu können, lieferte jeder sein bestes Saisonergebnis und schwupp waren wir auf Platz zwei gelandet! So einfach war das…

An dieser Stelle einmal einen fetten Dank an Werner, du fleißiges Bienchen. Dass wir am Ende Fünfter in der Gesamtwertung geworden sind, ist auch ganz klar dein Verdienst! Danke dafür.

Männers, war eine geile Saison mit euch!

Auch in diesem Jahr sind einige W+F’ler bei dem Müritzman 3.8 an den Start gegangen. Dieser Wettkampf beinhaltet die doppelte Müritzquerung. Also ein Langdistanzschwimmen mit einer Strecke von 3,8 km.

Der Müritzman lockt mit einem tollen Ambiente und wundervoller Natur – und in diesem Jahr auch mit herrlichem Wetter und angenehmen 21 Grad Wassertemperatur. Die Schwimmer konnten die Strecke richtig genießen, auch wenn es bei der Wende zu Orientierungsproblemen kam. Doch für unsere erfahrenen Athleten war das überhaupt kein Problem: bei der Suche nach dem richtigen Weg, legten sie einige Extrameter zurück und erzielten trotzdem tolle Platzierungen! Glücklich und zufrieden stiegen sie alle aus dem Wasser und waren sich einig: das war ein richtig schöner Wettkampf.

 

 Name Zeit GesPl. M-Pl.  W-Pl.    AK  
 Tessmer, Olaf 1:15:41,11 h 39. 30.   8. AK III m
 Neudeck, Dana 1:19:46,50 h 56.   18. 7. AK III w
 Wichert, Brigitte 1:24:58,37 h 73.   28. 11. AK IV w
Groll, Barbara 1:25:09,50 h 75.   29. 12. AK IV w
 Arnsberg, Ulrich 1:27:40,67 h 83. 53.   20. AK IV m
 Vennemann, Torsten 1:29:01,39 h 91. 59.   26. AK IV m

Die großen Finals in Berlin werfen bereits die gesamte Saison ihren Schatten voraus! Das Highlight der Saison und das live im TV!

Am Sonntag, 04.08.2019 wird das Rennen unserer 1. Bundesligamannschaft um 10:30 Uhr live im ZDF übertragen!!

Nachdem in Tübingen ein überraschender 5. Platz erkämpft wurde, gehen die Jungs in Berlin mit der selben Besetzung an den Start. Auch hier haben sie eine TOP10 Platzierung ins Auge gefasst. Die Jungs haben die kleine Wehwehchen, die vor Tübingen zugeschlagen hatten, ausgeräumt und sind bereit für den Kampf um die deutsche Krone!

Gestartet wird am Wannsee, ehe es zum Finish am Olympiastadion geht.

Verfolgt das Rennen im Fernsehen und auf dem Instagram-Kanal (ab Freitag sind die Jungs unterwegs und berichten live).

Die Jungs geben alles die blauen Farben live im Fernsehen sichtbar zu machen!!
Und wir geben alles, ihnen die Daumen zu drücken und sie vor dem Fernsehen oder an der Strecke anzufeuern!

Neben Stefan Stroick, Marco Vernooij und Jan-Roelf Heerssema, die schon viel Erfahrung in dieser und höheren Ligen haben, war dieses Mal auch Tim Sievers (17 Jahre) dabei. Er startete das erste Mal in der Liga - und dann direkt in der höchsten NRW´s.

Bei knapp über 20°C Wassertemperatur, blieb der Neo eingepackt in der Tasche. Beim Start kamen alle vier Athleten gut weg und das Feld blieb die ersten 200m dicht zusammen. Als es bei 250m an die erste Boje ging, konnten sich einige leicht absetzen, andere mussten hinten abreißen lassen. Die vier W+F‘ler ließen sich nicht so leicht abschütteln und schwammen weiterhin in der großen Gruppe mit. Am Ende der Schwimmstrecke setze sich ein Triathlet ab, gefolgt von zwei weiteren Athleten. Dahinter kamen die Athleten dann im Sekunden Takt aus dem Wasser – um Rang 30 herum dann auch Marco, Jan-Roelf, Tim und Stefan, alle nah bei einander.

Stefan hatte in der Wechselzone dann allerdings Probleme mit seinem Helm, was sich noch rächen sollte.
Hinter der Spitzengruppe bildete sich eine Gruppe aus ca. 15 Personen. Dahinter gruppierte sich eine Reihe von Athleten, die diese Gruppe jagten um noch ein Teil von ihr zu werden. Während Jan-Roelf und Marco vorne zu finden waren, fuhren Tim und Stefan in genau dieser Gruppe mit.
Es war hart, aber Tim konnte sich noch in die Gruppe retten. Stefans Patzer in der Wechselzone rächte sich nun und er schaffte es nicht, zu der Gruppe aufzuschließen. Er verlor den Anschluss und musste mit fünf weiteren die zweite Radgruppe bilden. Diese verlor im Verlauf des Wettkampfs immer weiter an Zeit.
Für Tim, Jan-Roelf und Marco lief das Rennen bislang super, der abschließende Lauf sollte über ihre Platzierungen entscheiden.

Die drei wechselten schnell, waren zu Beginn der Laufstrecke allerdings im hinteren Teil der Gruppe zu finden. Etwa 1 Minute später ging auch Stefan auf die Laufstrecke um den Verler See.  Während Tim und Marco nur noch wenige Athleten einholen konnten und Jan-Roelf Probleme mit der Atmung hatte, ließ Stefans Ärger über den Patzer in der Wechselzone ihn förmlich über die Laufstrecke fliegen. Stück für Stück kämpfte er sich nach vorne und holte seine drei Teamkollegen wieder ein. Mit der siebtschnellsten Laufzeit (17:34 min) überquerte er auf Platz 26 liegend die Ziellinie. (58:52 min) Kurz darauf kamen dann auch seine Mitstreiter von W+F ins Ziel: Marco Platz 31 (59:02 min), Tim Platz 34 (59:16 min), Jan-Roelf Platz 39 (59:59 min).

In der Teamwertung stand letztlich Platz 8 – das erste Mal in dieser Saison gab es keinen Podiumsplatz. Damit verlor W+F die Spitze in der Gesamttabelle und gab den Staffelstab an Tri Geckos Dortmund weiter.
Dennoch für alle ein zufriedenstellendes Rennen für alle.    

Dieter Rosenbaum ist den Münsteranern schon lange bekannt. Als Kopf von Tri-Finish hat er nicht nur den Münsteraner Triathlon organisiert, sondern war auch beim Ultraschwimmen die „Stimme aus dem Off“. Bei den 100x100m Schwimmen im Hallenbad Wolbeck sowie beim 24h Schwimmen in Coesfeld vor zwei Jahren konnte er bereits erste W+F-Luft schnuppern.
Diese hat ihm scheinbar so gut gefallen, dass Dieter in diesem Jahr echter W+F’ler geworden ist und jetzt unter diesem Vereinsnamen bei der Masters-WM in Gwangju (Südkorea) starten möchte. Ein bisschen Münster in dem sonst fernen Land, in dem Dieter jetzt schwimmt – und lebt.
Denn seine neue Wahlheimat nennt sich nun Busan – die zweitgrößten Stadt Südkoreas. Mit Spannung hat er in den vergangenen Tagen die Wettkämpfe der „großen“ Schwimmer im 137 km entfernten Yeosu verfolgt und ist schier begeistert von den Ergebnissen der deutschen Freiwasserschwimmer. Von so guten Resultaten geht er bei seinen Distanzen jedoch nicht aus. Denn sein Trainingspensum war nicht so hoch, wie erhofft.

Aufgrund seiner Arbeitszeiten (ja, er ist nicht nur zum Spaß in Busan), konnte er nur an den Wochenenden ins Becken. Dort geht es auch zu den öffentlichen Zeiten sehr geordnet zu und er konnte seine koreanischen Mitstreiter das eine oder andere Mal überholen – was ihm Respekt und Anerkennung der Koreaner einbrachte. Unter der Woche hielt er sich mit Laufen oder Krafttraining fit. Ende Mai stand dann ein kleiner Wettkampf im Duathlon mit etwa 3000 Teilnehmern auf dem Plan. Er landete im ersten Viertel, konnte aufgrund der fehlenden Altersklassenwertung aber keine effektiven Resultate oder Vergleiche für sich ziehen.
Doch als eingefleischter Triathlet durften auch die Radausfahrten nicht fehlen. In einem holländisch/amerikanischen Kollegen hat er einen geeigneten Trainingspartner dafür gefunden. Das Radwegenetz ist so weit ausgebaut, dass er theoretisch von Busan bis nach Seoul radeln könnte – na das wäre doch mal eine Trainingsstrecke.

Am vergangenen Wochenende konnte er erstmalig im Freiwasser trainieren. In Korea gibt es strenge Regeln, sodass „Wildschwimmer“ sogar mit Bußgeldern belangt werden können. Auch die Lifeguards achten darauf, dass die Schwimmer schön in Ufernähe schwimmen. Doch früh morgens um halb sechs konnte Dieter mit einer Gruppe in die Fluten springen und das Schwimmen in freier Natur genießen. Aufgrund der derzeitigen Monsoonsaison ist weiteres Freiwasserschwimmen schwierig – d.h. das Schwimmen an sich nicht, jedoch der Weg dorthin mit dem Fahrrad. Dieter ist wieder auf den Pool umgestiegen, hat aber mit dem Chlorwasser heftig zu kämpfen.

Ein paar Tage hat er noch, um die letzten Vorbereitungen zu treffen und sich vielleicht an eine Nasenklammer zu gewöhnen. Am 9. August geht es für ihn bei der Masters WM ins Freiwasser über die 3 km. Am letzten Veranstaltungstag, den 18. August, stehen die 400 m Freistil im Becken an.
Als Triathlet bei den Schwimmern mithalten. Das ist eine Herausforderung, aber (wie Robert in London und Budapest schon zeigte) machbar. Dieters Erwartungen: „Gespannt bin ich allemal und auch auf eine Klatsche bin ich gefasst, also schaun wir mal...“

Auch wir sind gespannt und werden auf jeden Fall kräftig die Daumen drücken!! Keep fresh, Dieter und viel Erfolg!